Öltankraum sanieren – Heizölgeruch und Rückstände richtig beseitigen

Professionelle Reinigung der Auffangwanne eines ehemaligen Heizöltankraums mit Omnixol FX100

Auch nach dem Ausbau eines alten Heizöltanks kann ein Tankraum noch über Jahre deutlich nach Heizöl riechen. Besonders bei jahrzehntelang genutzten Tankanlagen können sich ölhaltige Bestandteile in Putz, Mauerwerk, Beton und Estrich eingelagert haben – selbst wenn nie ein größerer sichtbarer Ölschaden aufgetreten ist.

Für eine nachhaltige Sanierung reicht es deshalb häufig nicht aus, den Raum zu lüften, neu zu streichen oder lediglich die sichtbaren Flächen zu reinigen. Entscheidend ist, die tatsächliche Belastung im Baustoff zu erreichen und zu behandeln.

Im folgenden Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie ein ehemaliger oder belasteter Öltankraum systematisch saniert wird.

1. Warum riecht ein alter Tankraum nach Heizöl?

Ein intensiver Heizölgeruch muss nicht zwangsläufig auf eine aktuelle Leckage zurückzuführen sein.

Über viele Jahre können Heizölbestandteile beispielsweise durch kleinere Undichtigkeiten, Verschüttungen beim Befüllen, Leitungen oder langjährige Einwirkungen in die umgebenden Baustoffe gelangen.

Besonders aufnahmefähig sind:

  • Putz
  • Ziegelmauerwerk
  • Beton
  • Estrich
  • Fugen und Risse
  • unbehandelte mineralische Bodenflächen

Nach dem Ausbau des Tanks wird die Belastung häufig erst deutlich sichtbar oder geruchlich wahrnehmbar, weil zuvor verdeckte Wand- und Bodenflächen nun frei zugänglich sind.

2. Tankraum vollständig freilegen und prüfen

Vor Beginn der Reinigung sollte der Raum möglichst vollständig zugänglich sein.

Nach dem Ausbau der Tankanlage werden Wände, Boden und gegebenenfalls angrenzende Bauteile auf sichtbare Verfärbungen, Ölreste und Geruchsbelastungen kontrolliert.

Besondere Aufmerksamkeit verdienen:

  • der ehemalige Aufstellbereich des Tanks
  • Flächen unter und hinter den Tanks
  • Wandbereiche unmittelbar hinter der Tankanlage
  • Rohr- und Leitungsdurchführungen
  • Fugen und Risse
  • Sockelbereiche
  • Bereiche um frühere Anschlüsse

Befindet sich noch freies Heizöl oder eine ölhaltige Flüssigkeit auf dem Boden, wird diese zunächst mit dem Bestabsorb Universal Ölbinder aufgenommen.

3. Alte Tankraumfarbe und Sperrbeschichtungen entfernen

Viele ältere Tankräume besitzen ölbeständige Tankraumfarben, Sperranstriche oder andere wasserabweisende Beschichtungen.

Diese können verhindern, dass Omnixol FX100 in den darunterliegenden belasteten Baustoff eindringt.

Solche Beschichtungen müssen deshalb in den zu behandelnden Bereichen entfernt werden, wenn sie eine Barriere zwischen Reinigungslösung und mineralischem Untergrund bilden.

Auch Dispersionsfarben oder später aufgebrachte Beschichtungen können die Tiefenreinigung behindern.

Für eine wirksame Behandlung muss Omnixol FX100 direkten Zugang zum belasteten, saugfähigen Untergrund erhalten.

4. Stark belasteten Putz beurteilen

Bei älteren Tankräumen kann Heizöl tief in den vorhandenen Putz eingedrungen sein.

Ist der Putz stark belastet, empfehlen wir, ihn vor der Behandlung zu entfernen. Dadurch wird das darunterliegende Mauerwerk direkt zugänglich und Omnixol FX100 kann gezielter in den eigentlichen Baustoff eindringen.

Bei leichterer Belastung kann vorhandener Putz behandelt werden, sofern er ausreichend saugfähig und frei von sperrenden Beschichtungen ist.

Wurde eine Wand im Laufe der Jahre mehrfach überputzt, können gezielte Bohrungen bis zum ursprünglichen Putz beziehungsweise zum tatsächlich belasteten Mauerwerk sinnvoll sein.

5. Tankraum vor der Reinigung trocknen und erwärmen

Der zu behandelnde Untergrund sollte möglichst trocken sein.

Vor der Anwendung von Omnixol FX100 empfehlen wir, den Raum möglichst auf mindestens 20 °C zu erwärmen.

Eine relative Luftfeuchtigkeit von möglichst unter 50 % unterstützt die Trocknung.

Beim Erwärmen kann der Heizölgeruch vorübergehend stärker werden. Das kann auftreten, weil eingelagerte flüchtige Bestandteile bei höherer Temperatur verstärkt an die Oberfläche und in die Raumluft gelangen.

Sorgen Sie deshalb für ausreichende Luftzirkulation und verwenden Sie bei starker Geruchsbelastung gegebenenfalls geeigneten Atemschutz.

Offene Flammen, Rauchen und andere Zündquellen sind in ölbelasteten Räumen zu vermeiden.

6. Tankraum mit Omnixol FX100 tiefenreinigen

Für die Behandlung belasteter mineralischer Flächen verwenden Sie Omnixol FX100 Konzentrat .

Bei alten Tankräumen mit deutlicher oder tief sitzender Belastung empfehlen wir in der Regel ein Mischungsverhältnis von etwa 1:10.

Bei normaler oder geringerer Belastung kann Omnixol FX100 bis etwa 1:20 mit Wasser verdünnt werden.

Verwenden Sie vorzugsweise warmes Wasser.

Omnixol FX100 wird mit einem geeigneten Drucksprühgerät, einer Quaste oder einem Pinsel satt auf die belasteten Flächen aufgetragen.

Wände und Boden müssen ausreichend durchfeuchtet und nicht lediglich oberflächlich benetzt werden.

Ziel ist, dass die Reinigungslösung in die belasteten Poren und Kapillaren des mineralischen Baustoffs eindringen kann.

7. Bei tief belastetem Mauerwerk mit gezielten Bohrungen arbeiten

Ist die Heizölbelastung tief im Mauerwerk verankert, kann Omnixol FX100 zusätzlich über gezielte Bohrungen in den Baustoff eingebracht werden.

Die Bohrungen werden in einem gleichmäßigen Raster bis in den tatsächlich belasteten Ziegel- oder Betonkern geführt.

Dadurch kann die Reinigungslösung auch Bereiche erreichen, die über eine reine Oberflächenbehandlung nur schwer zugänglich wären.

Bei mehrfach überputzten Wänden sollten die Bohrungen mindestens bis zum ursprünglichen Putz beziehungsweise zum belasteten Mauerwerk reichen.

Wichtig: Vor Bohrarbeiten müssen mögliche Leitungen, Bewehrungen, Abdichtungen und der konstruktive Aufbau des Bauteils berücksichtigt werden. Bei tragenden oder unbekannten Bauteilen sollte vorab fachlich geprüft werden, wo gefahrlos gebohrt werden kann.

8. Omnixol FX100 etwa 24 Stunden einwirken lassen

Nach dem Auftragen sollte Omnixol FX100 etwa 24 Stunden einwirken.

Omnixol FX100 dispergiert und emulgiert ölhaltige Verunreinigungen und unterstützt deren Mobilisierung aus dem porösen Untergrund.

Während dieses Prozesses können milchig-weiße oder ölhaltige Rückstände an der Oberfläche sichtbar werden.

Diese werden anschließend gründlich abgewischt oder mit einem geeigneten Nasssauger aufgenommen.

9. Behandlung kontrollieren und bei Bedarf wiederholen

In vielen Fällen genügt eine einmalige gründliche Behandlung.

Bei jahrzehntelang genutzten oder stark belasteten Tankräumen kann jedoch eine zweite Anwendung mit Omnixol FX100 erforderlich sein.

Nach jedem Behandlungsgang werden austretende Rückstände aufgenommen und die behandelten Flächen erneut trocknen gelassen.

Als Richtwert reicht 1 Liter Omnixol FX100 Konzentrat für etwa 10 m² Fläche bei einer Behandlung.

Bei der Mengenberechnung sollte nicht nur die Grundfläche des Tankraums berücksichtigt werden. Je nach Schadensbild müssen auch Wände, Sockelbereiche und weitere belastete Bauteile einbezogen werden.

10. Muss die Decke im Tankraum behandelt werden?

Die Decke muss nicht grundsätzlich in jedem Tankraum tiefengereinigt werden.

Eine Behandlung ist dann sinnvoll, wenn dort eine erkennbare oder geruchlich relevante Belastung vorliegt.

Bei jahrzehntelanger Nutzung können sich Geruchsstoffe und ölhaltige Aerosole auch auf höher gelegenen Oberflächen ablagern.

Ob eine Tiefenreinigung der Decke erforderlich ist oder eine spätere Geruchsneutralisierung ausreicht, sollte deshalb anhand des tatsächlichen Schadensbildes entschieden werden.

11. Tankraum vollständig trocknen lassen

Nach Abschluss der FX100-Behandlung müssen alle behandelten Flächen vollständig trocknen.

Erst im trockenen Zustand lässt sich zuverlässig beurteilen, ob weiterhin eine relevante Geruchsbelastung aus Mauerwerk, Putz, Estrich oder Beton austritt.

Sorgen Sie während der Trocknungsphase für ausreichende Luftzirkulation.

Neue Farbe, neuer Putz, Beschichtungen oder Versiegelungen dürfen erst aufgebracht werden, wenn die behandelten Flächen vollständig trocken und geruchsfrei sind.

12. Verbleibende Geruchsstoffe mit Omnixol BX neutralisieren

Nach der eigentlichen Tiefenreinigung können noch Geruchsstoffe im Raum oder auf nicht tief kontaminierten Oberflächen vorhanden sein.

Nach Abschluss der FX100-Behandlung und vollständiger Trocknung verwenden Sie hierfür den Omnixol Geruchsneutralisator BX .

Omnixol BX wird auf geruchsbelastete Bereiche aufgebracht und dient der Nachbehandlung verbleibender Geruchsbelastungen.

Die richtige Reihenfolge lautet:

  1. Belastete mineralische Baustoffe mit Omnixol FX100 tiefenreinigen.
  2. Ausgetretene Rückstände vollständig aufnehmen.
  3. Behandelte Flächen vollständig trocknen lassen.
  4. Verbleibende Geruchsbelastungen mit Omnixol BX neutralisieren.

Omnixol BX ersetzt die Tiefenreinigung der eigentlichen Heizölkontamination nicht.

13. Tankraum abschließend versiegeln

Erst wenn die Reinigung erfolgreich abgeschlossen, der Untergrund vollständig trocken und der Tankraum geruchsfrei ist, wird auf geeigneten mineralischen Flächen die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung aufgetragen.

Sie bildet eine zusätzliche Schutzschicht, verfestigt geeignete mineralische Flächen und wirkt als zusätzliche geruchshemmende Barriere.

Die Versiegelung darf nicht dazu verwendet werden, eine noch vorhandene Heizölkontamination lediglich einzuschließen.

Deshalb gilt:

Reinigen → Rückstände entfernen → vollständig trocknen → Geruchsfreiheit prüfen → Omnixol Wand- und Bodenversiegelung auftragen.

Was tun, wenn der Tankraum nach Monaten Lüften immer noch riecht?

Lüften entfernt Geruchsstoffe aus der Raumluft, beseitigt jedoch keine tief im Baustoff eingelagerte Heizölbelastung.

Wenn ein Tankraum auch nach Wochen oder Monaten weiterhin nach Heizöl riecht, sollte deshalb geprüft werden, ob Putz, Mauerwerk, Beton oder Estrich belastet sind.

In diesem Fall muss der betroffene Baustoff selbst behandelt werden.

Muss der gesamte Tankraum neu verputzt werden?

Nicht zwangsläufig. Entscheidend ist, wie stark und wie tief die Heizölbelastung in den vorhandenen Putz eingedrungen ist.

Stark kontaminierter Putz sollte entfernt werden. Ist der Putz nur leichter belastet, ausreichend saugfähig und frei von sperrenden Beschichtungen, kann eine Behandlung mit Omnixol FX100 möglich sein.

Bei sehr alten und stark belasteten Tankräumen ist das Entfernen des Putzes jedoch häufig die wirkungsvollste Möglichkeit, um direkt an das belastete Mauerwerk zu gelangen.

Kann ein ehemaliger Tankraum anschließend anders genutzt werden?

Grundsätzlich kann ein ehemaliger Tankraum nach erfolgreicher Sanierung einer neuen Nutzung zugeführt werden, sofern die baulichen Voraussetzungen dafür erfüllt sind.

Vor dem weiteren Ausbau sollten jedoch:

  • die Heizölbelastung ausreichend entfernt sein,
  • alle behandelten Flächen vollständig getrocknet sein,
  • keine relevante Geruchsbelastung mehr vorhanden sein,
  • und erforderliche bauliche Arbeiten abgeschlossen sein.

Erst danach sollten neue Putze, Bodenaufbauten, Beschichtungen oder weitere Innenausbauten erfolgen.

Wann sollte eine Fachfirma eingeschaltet werden?

Eine professionelle Sanierung ist besonders sinnvoll bei:

  • großflächig belasteten Tankräumen
  • stark durchtränktem Mauerwerk
  • sichtbaren Ölablagerungen in mehreren Bauteilen
  • unbekannter Tiefe oder Ausbreitung der Kontamination
  • Schäden an Estrich, Dämmung oder verdeckten Bauteilen
  • sehr starkem Geruch trotz längerer Lüftung
  • größeren Leckagen
  • Hochwasserschäden mit Heizöl

In diesen Fällen sollte zunächst festgestellt werden, welche Bauteile erhalten und welche gegebenenfalls entfernt oder weitergehend saniert werden müssen.

Das Omnixol-Prinzip bei der Tankraumsanierung

Für eine systematische Sanierung empfehlen wir folgende Reihenfolge:

  1. Freies Heizöl aufnehmen – mit Bestabsorb Universal Ölbinder
  2. Sperrfarben und hinderliche Beschichtungen entfernen
  3. Stark belasteten Putz gegebenenfalls entfernen
  4. Tankraum vollständig trocknen und möglichst auf mindestens 20 °C erwärmen
  5. Belastetes Mauerwerk, Beton und Estrich tiefenreinigen – mit Omnixol FX100 Konzentrat
  6. Bei tief sitzender Belastung gegebenenfalls gezielte Bohrungen einsetzen
  7. Omnixol FX100 etwa 24 Stunden einwirken lassen und ausgetretene Rückstände aufnehmen
  8. Behandlung bei Bedarf wiederholen
  9. Behandelte Flächen vollständig trocknen und Geruchsfreiheit prüfen
  10. Verbleibende Geruchsbelastungen neutralisieren – mit Omnixol Geruchsneutralisator BX
  11. Geeignete mineralische Flächen abschließend schützen – mit der Omnixol Wand- und Bodenversiegelung