Gebrauchsanweisung Omnixol FX100 Konzentrat

Omnixol FX100 Konzentrat wurde für die Tiefenreinigung von mineralischen und porösen Untergründen entwickelt, die mit Heizöl, Diesel, Mineralöl oder anderen Kohlenwasserstoffen belastet sind.

Entscheidend für eine erfolgreiche Anwendung ist, dass FX100 nicht nur oberflächlich aufgebracht wird. Die Reinigungslösung muss in den belasteten Untergrund eindringen können und die kontaminierten Bereiche ausreichend erreichen.

Diese Gebrauchsanweisung beschreibt die empfohlene Vorgehensweise bei typischen Anwendungen auf Beton, Estrich, Mauerwerk und Putz.

Heizöl und Mineralöl in den Poren eines mineralischen Baustoffs

Öl sitzt häufig tief im Baustoff

Beton, Estrich, Mauerwerk und Putz besitzen ein System aus Poren und Kapillaren. Heizöl oder andere Mineralölprodukte können deshalb deutlich tiefer eindringen, als es die sichtbare Verfärbung vermuten lässt.

Eine reine Oberflächenreinigung reicht bei solchen Belastungen häufig nicht aus. Die FX100-Gebrauchslösung muss den belasteten Bereich des Baustoffs tatsächlich erreichen.

1. Anwendungsbereiche von Omnixol FX100

Omnixol FX100 eignet sich insbesondere zur Behandlung ölbelasteter mineralischer und saugfähiger Baustoffe.

  • Beton
  • Estrich
  • Mauerwerk
  • Putz
  • Fugen und andere saugfähige mineralische Untergründe
  • Heiz- und Technikräume
  • ehemalige Öltankräume und Auffangwannen
  • Keller nach Heizöl- oder Dieselschäden
  • Werkstatt- und Garagenböden

Bei empfindlichen, beschichteten oder unbekannten Materialien sollte vorab an einer unauffälligen Stelle geprüft werden, ob der Untergrund für die Behandlung geeignet ist.

2. Vorbereitung des Untergrundes

Vor der Anwendung müssen lose Verschmutzungen, Staub und nicht gebundene Rückstände entfernt werden. Der Untergrund sollte möglichst trocken, sauber und aufnahmefähig sein.

Beschichtungen entfernen

Ölbeständige oder wasserabweisende Beschichtungen können verhindern, dass die FX100-Gebrauchslösung in den belasteten Baustoff eindringt.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Tankraum- oder Ölsperrfarben
  • dichte Dispersionsanstriche
  • PVC- oder Kunststoffbeschichtungen
  • andere versiegelnde Beschichtungen

Solche Schichten sollten im belasteten Bereich entfernt werden, damit der darunterliegende Baustoff für die Tiefenreinigung zugänglich wird.

Raumklima vor der Anwendung

Bei älteren Heizölbelastungen empfehlen wir, den betroffenen Raum vor der Behandlung auf mindestens etwa 20 °C zu erwärmen. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte möglichst unter 50 % liegen.

Durch das Erwärmen können im Baustoff eingelagerte flüchtige Bestandteile verstärkt freigesetzt werden. Eine vorübergehende Zunahme des Heizölgeruchs ist deshalb möglich.

Omnixol FX100 im Verhältnis 1 zu 10 bis 1 zu 20 mit Wasser anmischen

3. Omnixol FX100 richtig mischen

Omnixol FX100 wird vor der Anwendung mit Wasser verdünnt. Vorzugsweise wird warmes Wasser verwendet.

Bei starker oder tief sitzender Belastung wird mit 1 : 10 gearbeitet.

Bei normaler bis leichterer Belastung kann die Verdünnung bis 1 : 20 betragen.

Belastung Mischungsverhältnis Beispiel
starke oder tief sitzende Belastung 1 : 10 1 Liter FX100 + 10 Liter Wasser
normale bis leichtere Belastung bis 1 : 20 1 Liter FX100 + bis zu 20 Liter Wasser

Bei alten Heizölbelastungen in Mauerwerk, Estrich oder Beton empfehlen wir, eher mit einer kräftigeren Mischung zu beginnen, als die Lösung unnötig stark zu verdünnen.

Omnixol FX100 satt auf einen mineralischen Untergrund auftragen und einarbeiten

4. FX100 satt auftragen und einarbeiten

Die fertig angemischte Gebrauchslösung kann beispielsweise mit einer geeigneten Scheuerbürste, Quaste oder einem Drucksprühgerät aufgebracht werden.

Entscheidend ist, dass die Oberfläche nicht lediglich leicht benetzt wird.

Der belastete Baustoff muss ausreichend mit der Gebrauchslösung getränkt werden, damit FX100 in die Poren und Kapillaren eindringen kann.

  1. Gebrauchslösung entsprechend dem Belastungsgrad anmischen.
  2. Belastete Fläche gleichmäßig und satt behandeln.
  3. Besonders saugfähige Bereiche ausreichend tränken.
  4. Gebrauchslösung in den Untergrund einziehen lassen.
  5. Fläche während der anschließenden Einwirkzeit möglichst ungestört lassen.

5. Tief sitzende Heizölbelastungen in Mauerwerk behandeln

Bei langjähriger Belastung kann Heizöl mehrere Zentimeter oder noch tiefer in Putz und Mauerwerk eingedrungen sein. Eine reine Oberflächenbehandlung erreicht solche Bereiche möglicherweise nicht ausreichend.

Putz entfernen

Bei stark belastetem Putz ist es häufig sinnvoll, diesen vollständig zu entfernen. Dadurch wird der dahinterliegende Ziegel-, Beton- oder Mauerwerkskern direkt zugänglich.

Gezielte Bohrungen

Wenn der Putz erhalten bleiben soll oder bereits neue Putzschichten über einem älteren belasteten Untergrund liegen, können gezielte Bohrungen verwendet werden, um die FX100-Gebrauchslösung tiefer in das Bauteil einzubringen.

Die Bohrungen können in einem gleichmäßigen Raster bis in den belasteten Mauerwerks- oder Betonkern geführt und anschließend mit der Gebrauchslösung behandelt werden.

Wichtig: Vor Bohrarbeiten muss ausgeschlossen sein, dass sich im vorgesehenen Bereich Leitungen, Rohre, Abdichtungen, Bewehrungen oder andere empfindliche Bauteile befinden. Bei unbekanntem Wand- oder Bodenaufbau sollten Bohrungen nicht ohne vorherige Prüfung durchgeführt werden.
Mobilisierung und Dispergierung von Ölbestandteilen durch Omnixol FX100

6. Mobilisierung im Baustoff

Nach dem Auftrag beginnt FX100, anhaftende Öl- und Kohlenwasserstoffbestandteile im zugänglichen Porensystem zu mobilisieren.

Die Ölbestandteile werden von den mineralischen Oberflächen gelöst und in der wässrigen Reinigungslösung fein verteilt beziehungsweise dispergiert.

Aus zusammenhängenden Ölfilmen entstehen dadurch kleinere, in der Flüssigkeit verteilte Bestandteile.

Omnixol FX100 etwa 24 Stunden in den behandelten Baustoff einwirken lassen

Etwa 24 Stunden einwirken lassen

Nach dem Auftrag sollte Omnixol FX100 etwa 24 Stunden einwirken.

Während dieser Zeit verbleibt die Gebrauchslösung im behandelten Porensystem und mobilisiert die dort vorhandenen ölhaltigen Rückstände.

Die behandelte Fläche sollte während dieser Phase möglichst ungestört bleiben.

Mobilisierte Ölbestandteile treten nach der FX100-Behandlung an die Oberfläche

Mobilisierte Rückstände können an die Oberfläche treten

Während der Einwirk- und Trocknungsphase können Bestandteile der mobilisierten Kontamination aus zugänglichen Poren und Kapillaren in Richtung Oberfläche gelangen.

Dabei können sich milchig-weiße, ölige oder feuchte Rückstände auf der behandelten Fläche zeigen.

Menge und Erscheinungsbild hängen vom Untergrund, der Art der Kontamination und ihrer Eindringtiefe ab.

Mobilisierte Rückstände nach der FX100-Behandlung aufnehmen und mit klarem Wasser nachspülen

7. Rückstände aufnehmen und Fläche nachspülen

Nach der Einwirkzeit werden ausgetretene Rückstände mit geeigneten Tüchern, saugfähigem Material oder einem geeigneten Nasssauger aufgenommen.

Anschließend sollte die behandelte Fläche noch einmal gründlich mit klarem Wasser gespült werden.

Das Spülwasser wird danach ebenfalls vollständig mit einem Nasssauger oder geeignetem Aufnahmematerial entfernt.

Dadurch werden verbliebene Reinigungsflotte sowie mobilisierte Öl- und Schmutzrückstände möglichst vollständig von der Oberfläche entfernt.

Danach muss der Untergrund vollständig trocknen.

Wichtig: Die Fläche nach der FX100-Behandlung nicht nur abwischen. Nach dem Entfernen der ausgetretenen Rückstände noch einmal mit klarem Wasser nachspülen und das Spülwasser anschließend gründlich absaugen.

Ist eine zweite Behandlung notwendig?

In vielen Fällen genügt eine gründliche Behandlung. Bei sehr starker oder tief sitzender Kontamination kann nach vollständiger Beurteilung der ersten Anwendung eine zweite Behandlung erforderlich sein.

Entscheidend ist nicht eine festgelegte Anzahl von Anwendungen, sondern ob weiterhin eine relevante Öl- oder Geruchsbelastung aus dem behandelten Untergrund austritt.

8. Verbrauch und Reichweite

Als Richtwert gilt:

1 Liter Omnixol FX100 Konzentrat reicht für etwa 10 m² bei einer einmaligen Behandlung.

Der tatsächliche Verbrauch hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:

  • Saugfähigkeit des Untergrundes
  • Eindringtiefe der Ölbelastung
  • Art und Alter der Kontamination
  • Oberflächenstruktur
  • erforderliche Behandlungstiefe

Bei stark saugendem Mauerwerk oder tief belastetem Beton kann deshalb mehr Gebrauchslösung benötigt werden als bei einer oberflächlichen Kontamination.

Trocknung und Ergebnis nach der Tiefenreinigung mit Omnixol FX100

9. Trocknung und Ergebnis beurteilen

Nach der FX100-Behandlung muss das Bauteil vollständig austrocknen.

Während dieser Phase sollte für ausreichende Lüftung und geeignete Trocknungsbedingungen gesorgt werden.

Erst nach vollständiger Trocknung sollte beurteilt werden, ob noch eine relevante Öl- oder Geruchsbelastung vorhanden ist.

Eine anschließende Beschichtung oder Versiegelung erfolgt erst, wenn der Untergrund vollständig trocken und die ursprüngliche Geruchsbelastung beseitigt ist.

Wichtig: Eine zu frühe Versiegelung kann noch vorhandene Feuchtigkeit oder Geruchsstoffe im Bauteil einschließen.

10. Nachbehandlung mit Omnixol Geruchsneutralisator BX

Nach abgeschlossener FX100-Reinigung und ausreichender Trocknung kann Omnixol Geruchsneutralisator BX eingesetzt werden, wenn noch eine Restgeruchsbelastung vorhanden ist.

BX übernimmt die anschließende Geruchsnachbehandlung.

BX ersetzt keine Tiefenreinigung. Befindet sich noch Heizöl oder Mineralöl im Baustoff, muss zunächst die eigentliche Kontamination mit FX100 behandelt werden.

11. Anschließende Wand- und Bodenversiegelung

Soll die behandelte Fläche anschließend dauerhaft geschützt oder neu aufgebaut werden, kann nach erfolgreicher Reinigung und vollständiger Trocknung die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung eingesetzt werden.

Voraussetzung ist, dass der Untergrund ausreichend trocken und die ursprüngliche Öl- beziehungsweise Geruchsbelastung beseitigt ist.

Die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung ist kein Ersatz für die vorherige Reinigung mit FX100.

12. Sicherheitshinweise

Bei der Verarbeitung sollten geeignete Schutzmaßnahmen entsprechend der jeweiligen Arbeitssituation eingehalten werden.

  • geeignete Schutzhandschuhe verwenden
  • Augenkontakt vermeiden
  • bei großflächigem Auftrag für gute Belüftung sorgen
  • bei starker Heizölbelastung und insbesondere beim Aufheizen geeigneten Atemschutz berücksichtigen
  • offene Flammen und Zündquellen im belasteten Bereich vermeiden
  • das aktuelle Sicherheitsdatenblatt beachten

Gerade beim Aufheizen alter Heizölbelastungen können verstärkt Öldämpfe beziehungsweise Geruchsstoffe aus dem Baustoff austreten.

FX100 Anwendung kurz zusammengefasst

  1. Untergrund freilegen, reinigen und vollständig zugänglich machen.
  2. Versiegelnde Beschichtungen im belasteten Bereich entfernen.
  3. Raum möglichst auf mindestens etwa 20 °C erwärmen.
  4. FX100 je nach Belastung etwa 1:10 bis 1:20 mit warmem Wasser mischen.
  5. Untergrund satt behandeln – nicht nur oberflächlich benetzen.
  6. Bei tief sitzender Belastung gegebenenfalls Putz entfernen oder gezielte Bohrungen einsetzen.
  7. Etwa 24 Stunden einwirken lassen.
  8. Ausgetretene milchige oder ölhaltige Rückstände aufnehmen.
  9. Untergrund vollständig trocknen lassen.
  10. Ergebnis beurteilen und bei starker Restbelastung gegebenenfalls erneut behandeln.
  11. BX beziehungsweise die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung erst nach erfolgreicher Reinigung einsetzen.

Fragen zur Anwendung?

Bei größeren Schadensfällen, ungewöhnlichen Untergründen oder sehr tief sitzender Kontamination unterstützen wir Sie gerne bei der Einschätzung des geeigneten Vorgehens und der benötigten Produktmenge.

Hilfreich sind eine kurze Beschreibung des Schadens, die ungefähren Abmessungen der betroffenen Flächen und – wenn möglich – einige Fotos.