Gebrauchsanweisung Omnixol Wand- und Bodenversiegelung

Die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung wird nach einer erfolgreich abgeschlossenen Reinigung eingesetzt, um geeignete mineralische Wand- und Bodenflächen abschließend zu versiegeln.

Besonders nach Heizöl- oder Mineralölschäden ist entscheidend, dass der belastete Untergrund zuvor vollständig gereinigt wurde und ausreichend abgetrocknet ist.

Die Versiegelung ersetzt keine Tiefenreinigung. Noch vorhandene Öl-, Geruchs- oder Feuchtigkeitsbelastungen sollten nicht einfach durch eine Beschichtung eingeschlossen werden.

Einsatzbereiche der Omnixol Wand- und Bodenversiegelung auf mineralischen Untergründen

1. Einsatzbereich der Wand- und Bodenversiegelung

Die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung ist für geeignete mineralische Untergründe vorgesehen, die nach der eigentlichen Reinigung dauerhaft weiterbehandelt werden sollen.

Sie eignet sich insbesondere für sanierte Wand-, Boden- und Deckenflächen in Keller-, Heiz-, Technik- und ehemaligen Öltankräumen.

Nicht für Gipskartonplatten geeignet.

Typische geeignete Untergründe und Anwendungsbereiche sind beispielsweise:

  • ehemalige Öltankräume
  • Heiz- und Technikräume
  • Kellerwände und Kellerböden
  • Betonflächen
  • Estrich
  • Ziegel- und Mauerwerksflächen
  • sanierte Wand-, Boden- und Deckenflächen
Voraussetzungen vor der Omnixol Wand- und Bodenversiegelung auf mineralischen Flächen

2. Voraussetzungen vor der Versiegelung

Bei ehemaligen Öl- oder Heizölschäden darf die Versiegelung erst aufgetragen werden, wenn die vorherige Reinigung abgeschlossen ist.

Der Untergrund muss sauber, trocken, tragfähig und frei von relevanten Öl- und Reinigungsrückständen sein.

Eine noch bestehende deutliche ursprüngliche Ölgeruchsbelastung sollte vor der Versiegelung weiter untersucht und behandelt werden.

Der Untergrund sollte:

  • frei von relevanten Öl- und Reinigungsrückständen sein
  • vollständig abgetrocknet sein
  • keine ursprüngliche deutliche Ölgeruchsbelastung mehr abgeben
  • tragfähig und frei von losen Bestandteilen sein
  • für die Beschichtung ausreichend aufnahmefähig sein

Bei Heizöl- oder Mineralölbelastungen sollte die eigentliche Sanierung zuvor beispielsweise mit Omnixol FX100 abgeschlossen worden sein.

Wichtig: Eine zu frühe Versiegelung kann noch vorhandene Feuchtigkeit oder Geruchsstoffe im Bauteil einschließen. Die Wand- und Bodenversiegelung ersetzt deshalb keine vorherige Tiefenreinigung.
Trocknung eines mineralischen Untergrundes vor der Versiegelung mit einer Kontrollbohrung prüfen

3. Trocknung des Untergrundes prüfen

Vor der Versiegelung muss der Untergrund ausreichend trocken sein.

Als zusätzliche Orientierung kann bei geeignetem massivem Mauerwerk eine Kontrollbohrung durchgeführt werden.

Trockener und locker ausrieselnder Bohrstaub spricht für einen trockenen Bereich. Feuchter oder schmieriger Bohrstaub ist dagegen ein Hinweis darauf, dass der Untergrund weiter trocknen sollte.

Hinweis: Eine einzelne Kontrollbohrung kann nicht zuverlässig den Feuchtegehalt eines gesamten Bauteils bestimmen. Bei größeren Flächen, unbekanntem Wandaufbau oder Verdacht auf Restfeuchtigkeit sollte die Untergrundfeuchte zusätzlich fachgerecht beurteilt werden.

Vor Bohrarbeiten muss außerdem ausgeschlossen sein, dass Leitungen, Rohre, Abdichtungen oder andere empfindliche Bauteile im vorgesehenen Bereich liegen.

Mineralische Oberfläche vor der Omnixol Versiegelung von Staub und losen Bestandteilen reinigen

4. Oberfläche vorbereiten

Vor dem Auftrag müssen Staub, lose Bestandteile und andere Rückstände vollständig von der Oberfläche entfernt werden.

Geeignete Werkzeuge sind beispielsweise eine harte Bürste oder andere oberflächenschonende Reinigungswerkzeuge.

Ziel ist eine saubere, feste und tragfähige Oberfläche, auf der die Versiegelung gleichmäßig aufgebracht werden kann.

Omnixol Wand- und Bodenversiegelung unverdünnt oder bei stark saugfähigem Ziegel 1 zu 1 mit Wasser anwenden

5. Versiegelung unverdünnt oder verdünnt anwenden

Die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung wird grundsätzlich unverdünnt verarbeitet.

Bei stark saugfähigen mineralischen Materialien wie beispielsweise Ziegel kann sie für den entsprechenden Auftrag bei Bedarf im Verhältnis 1 : 1 mit Wasser verdünnt werden.

Untergrund / Anwendung Empfehlung
normal saugender geeigneter Untergrund unverdünnt
stark saugfähiger Untergrund, z. B. Ziegel bei Bedarf 1 : 1 mit Wasser
Omnixol Wand- und Bodenversiegelung gleichmäßig mit Drucksprühgerät Pinsel oder Quaste auftragen

6. Wand- und Bodenversiegelung auftragen

Für den Auftrag können je nach Fläche ein Drucksprühgerät, Pinsel oder eine Quaste verwendet werden.

Die Versiegelung sollte gleichmäßig auf die vorbereitete Oberfläche aufgebracht werden.

Läufer, Pfützen und unnötig starke Materialansammlungen sollten vermieden werden.

  1. Untergrund auf Trockenheit und Tragfähigkeit prüfen.
  2. Lose Rückstände und Staub vollständig entfernen.
  3. Versiegelung entsprechend dem Untergrund vorbereiten.
  4. Erste Schicht gleichmäßig auftragen.
  5. Ausreichend antrocknen lassen.
  6. Anschließend weitere erforderliche Schichten aufbringen.
Zwei bis drei Schichten Omnixol Wand- und Bodenversiegelung mit vier bis fünf Stunden Abstand auftragen

7. Anzahl der Aufträge

Für einen gleichmäßigen Aufbau werden zwei bis drei Anwendungen empfohlen.

Zwischen den einzelnen Aufträgen sollte ein Abstand von etwa 4 bis 5 Stunden eingehalten werden.

Die nächste Schicht wird erst aufgebracht, wenn die vorherige Schicht ausreichend angetrocknet ist.

Je nach Untergrund, Saugfähigkeit, Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit kann die tatsächliche Trocknungszeit zwischen den einzelnen Aufträgen abweichen.

Omnixol Wand- und Bodenversiegelung nach dem letzten Auftrag vollständig durchtrocknen lassen

8. Vollständig durchtrocknen lassen

Nach dem letzten Auftrag muss die Versiegelung vollständig durchtrocknen, bevor die behandelte Fläche weiterbearbeitet oder stärker beansprucht wird.

Während der Trocknung sollte für ausreichende Belüftung gesorgt werden.

Erst nach vollständiger Durchtrocknung erreicht die Versiegelung ihren vorgesehenen Zustand.

Die tatsächliche Trocknung hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:

  • Raumtemperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Saugfähigkeit des Untergrundes
  • Auftragsmenge
  • Anzahl der aufgebrachten Schichten
Drucksprühgerät Pinsel und Quaste nach der Anwendung der Omnixol Versiegelung mit Wasser reinigen

9. Werkzeuge nach der Anwendung reinigen

Drucksprühgeräte, Pinsel, Quasten und andere verwendete Werkzeuge sollten direkt nach der Verarbeitung gründlich mit Wasser gereinigt werden.

Nach dem vollständigen Trocknen lässt sich die Versiegelung deutlich schwerer von Werkzeugen und Geräten entfernen.

Bei Drucksprühgeräten sollten auch Schlauch, Ventil und Sprühdüse unmittelbar nach der Anwendung gründlich mit Wasser gespült werden.

10. Wichtige Hinweise

Die Wand- und Bodenversiegelung ist eine abschließende Behandlung. Sie sollte erst eingesetzt werden, wenn die eigentliche Reinigung vollständig abgeschlossen und der Untergrund ausreichend trocken ist.
  • Versiegelung erst nach abgeschlossener Reinigung auftragen.
  • Der Untergrund muss vor dem Auftrag ausreichend trocken sein.
  • Eine vorhandene Öl- oder Dieselkontamination darf nicht einfach überbeschichtet werden.
  • Eine noch bestehende deutliche Geruchsbelastung sollte vor der Versiegelung weiter untersucht und behandelt werden.
  • Nicht auf lose, instabile oder nicht tragfähige Untergründe auftragen.
  • Nicht für Gipskartonplatten geeignet.
Schutzmaßnahmen bei der Verarbeitung der Omnixol Wand- und Bodenversiegelung

11. Sicherheit bei der Verarbeitung

Bei der Verarbeitung sollten geeignete persönliche Schutzmaßnahmen entsprechend der jeweiligen Arbeitssituation eingesetzt werden.

Dazu gehören insbesondere Schutzhandschuhe, Augenschutz und ausreichende Belüftung.

Bei einem Sprühauftrag sollte Sprühnebel nicht gezielt eingeatmet werden.

  • Schutzhandschuhe tragen
  • Augenschutz verwenden
  • Sprühnebel nicht gezielt einatmen
  • bei Sprühauftrag geeigneten Atemschutz entsprechend der Arbeitssituation berücksichtigen
  • für ausreichende Belüftung sorgen
  • aktuelles Sicherheitsdatenblatt beachten

Anwendung kurz zusammengefasst

  1. Öl- oder Heizölkontamination zunächst vollständig reinigen.
  2. Untergrund vollständig trocknen lassen.
  3. Prüfen, ob keine relevante ursprüngliche Geruchsbelastung mehr vorhanden ist.
  4. Lose Bestandteile und Staub entfernen.
  5. Versiegelung auf normalen geeigneten Untergründen unverdünnt einsetzen.
  6. Bei stark saugfähigem Ziegel bei Bedarf 1 : 1 mit Wasser verdünnen.
  7. Gleichmäßig mit Drucksprühgerät, Pinsel oder Quaste auftragen.
  8. Zwei bis drei Anwendungen durchführen.
  9. Zwischen den Aufträgen etwa 4 bis 5 Stunden antrocknen lassen.
  10. Nach dem letzten Auftrag vollständig durchtrocknen lassen.
  11. Werkzeuge unmittelbar nach der Anwendung mit Wasser reinigen.

Fragen zur Versiegelung?

Wenn Sie nicht sicher sind, ob eine Fläche bereits versiegelt werden kann oder ob zunächst eine weitere Reinigung beziehungsweise Trocknung erforderlich ist, unterstützen wir Sie gerne bei der Einschätzung.

Hilfreich sind Angaben zum Untergrund, zur vorherigen Belastung und Reinigung, zu den Abmessungen der Fläche und – wenn möglich – einige Fotos.