Heizölgeruch aus Wand und Boden entfernen

Tiefenreinigung einer mit Heizöl belasteten Kellerwand und Bodenfläche

Heizölgeruch kann sich über Jahre in Putz, Mauerwerk, Estrich und Beton festsetzen. Selbst nachdem ein Öltank entfernt oder ein sichtbarer Schaden beseitigt wurde, können ölhaltige Rückstände weiterhin tief in porösen Baustoffen sitzen und Gerüche an die Raumluft abgeben.

Entscheidend ist deshalb, den Geruch nicht nur oberflächlich zu behandeln. Für eine nachhaltige Sanierung muss die eigentliche Belastung im Untergrund erreicht und gereinigt werden.

Im folgenden Ratgeber zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie bei Heizölgeruch in Wand und Boden vorgehen.

1. Freies Heizöl und sichtbare Rückstände entfernen

Befinden sich noch sichtbare Ölreste oder Flüssigkeitsansammlungen auf dem Boden, müssen diese zunächst vollständig aufgenommen werden.

Verwenden Sie hierfür den Bestabsorb Universal Ölbinder . Seine hydrophoben Naturfasern nehmen ölhaltige Flüssigkeiten auf und erleichtern die Entfernung freier Heizöl- und Mineralölrückstände.

Erst nachdem freies Öl entfernt wurde, sollte mit der eigentlichen Tiefenreinigung der belasteten Baustoffe begonnen werden.

2. Wand und Boden trocknen und vorbereiten

Vor der Tiefenreinigung muss der Untergrund möglichst trocken sein.

Nach Hochwasser, Löschwasser, früheren Reinigungsversuchen oder länger anhaltender Feuchtigkeit können Mauerwerk, Estrich und Beton erhebliche Mengen Wasser enthalten. Diese Feuchtigkeit erschwert das Eindringen der Reinigungslösung in die belasteten Poren und Kapillaren.

Trocknen Sie den Raum deshalb vor der Behandlung gründlich. Bautrockner oder Luftentfeuchter können den Vorgang unterstützen. Für die anschließende Behandlung sollte der Raum möglichst auf mindestens 20 °C erwärmt werden.

Eine relative Luftfeuchtigkeit von unter 50 % unterstützt die weitere Trocknung.

Wichtig: Beim Erwärmen ölbelasteter Baustoffe kann der Heizölgeruch vorübergehend stärker wahrnehmbar werden. Sorgen Sie deshalb für eine gute Luftzirkulation und verwenden Sie bei Bedarf einen geeigneten Atemschutz. Offene Flammen, Rauchen und andere Zündquellen sind zu vermeiden.

Staub, lose Bestandteile und oberflächliche Verschmutzungen sollten vor der Behandlung entfernt werden. Wasserabweisende, ölbeständige oder absperrende Beschichtungen müssen entfernt werden, wenn sie verhindern, dass Omnixol FX100 in den Untergrund eindringen kann.

3. Ölbelastete Flächen mit Omnixol FX100 tiefenreinigen

Für die Tiefenreinigung von mit Heizöl oder Mineralöl belastetem Mauerwerk, Beton, Estrich und anderen geeigneten mineralischen Untergründen verwenden Sie Omnixol FX100 Konzentrat .

Das Mischungsverhältnis richtet sich nach Stärke und Tiefe der Belastung:

  • starke oder tief sitzende Kontamination: etwa 1:10
  • normale Belastung: bis etwa 1:20

Verwenden Sie vorzugsweise warmes Wasser.

Die fertige Reinigungslösung wird mit einem geeigneten Drucksprühgerät, einer Quaste oder einem Pinsel satt auf die belasteten Flächen aufgetragen.

Entscheidend ist eine ausreichende Durchfeuchtung des Untergrundes. Wand und Boden sollen nicht nur oberflächlich benetzt werden. Omnixol FX100 muss in die Poren und Kapillaren des belasteten Baustoffs eindringen können.

4. Omnixol FX100 etwa 24 Stunden einwirken lassen

Omnixol FX100 dispergiert und emulgiert ölhaltige Verunreinigungen und unterstützt deren Mobilisierung aus porösen mineralischen Baustoffen.

Dabei können Bestandteile der Kontamination aus Poren und Kapillaren an die Oberfläche transportiert werden. Während dieses Vorgangs können milchig-weiße oder ölhaltige Rückstände sichtbar werden.

Dieser Austritt ist ein typischer Bestandteil des Reinigungsprozesses und zeigt, dass mobilisierte Bestandteile der Verschmutzung die Oberfläche erreichen.

Lassen Sie Omnixol FX100 etwa 24 Stunden einwirken.

Anschließend werden die ausgetretenen Rückstände gründlich abgewischt oder mit einem geeigneten Nasssauger aufgenommen.

5. Was tun bei tief eingedrungenem Heizöl?

Bei älteren oder besonders starken Schäden kann Heizöl weit in Mauerwerk, Beton oder Putz eingedrungen sein. Eine rein oberflächliche Behandlung erreicht diese tieferliegenden Bereiche möglicherweise nicht ausreichend.

In solchen Fällen kann die Tiefenbehandlung durch gezielte Bohrungen in einem gleichmäßigen Raster unterstützt werden.

Die Bohrungen sollten bis in den belasteten Ziegel- oder Betonkern reichen. Bei Wänden, die im Laufe der Jahre mehrfach überputzt wurden, sollten sie mindestens bis zum ursprünglichen Putz beziehungsweise zum belasteten Untergrund geführt werden.

Über diese Bohrungen kann die Omnixol-FX100-Lösung gezielt tiefer in den Baustoff eingebracht werden.

Bei stark kontaminiertem Putz ist es häufig sinnvoller, den betroffenen Putz vollständig zu entfernen und anschließend das freigelegte Mauerwerk direkt mit Omnixol FX100 zu behandeln.

6. Behandlung bei Bedarf wiederholen

In vielen Fällen genügt eine einmalige gründliche Behandlung mit Omnixol FX100.

Bei besonders starker oder tief sitzender Kontamination kann eine zweite Anwendung erforderlich sein.

Nach jedem Behandlungsgang werden die an die Oberfläche getretenen Rückstände aufgenommen. Anschließend lässt man den Untergrund wieder trocknen und beurteilt das Ergebnis.

Als Richtwert reicht 1 Liter Omnixol FX100 Konzentrat für etwa 10 m² Fläche bei einer Behandlung.

Für die Mengenberechnung ist immer die tatsächlich zu behandelnde Gesamtfläche entscheidend. Je nach Schadensbild können dazu Boden, Wände und weitere belastete Bauteile gehören.

7. Behandelte Flächen vollständig trocknen lassen

Nach Abschluss der Tiefenreinigung muss der Untergrund vollständig trocknen.

Neuverputzen, Streichen, Beschichten oder Versiegeln sollte erst erfolgen, wenn die behandelten Flächen vollständig trocken und geruchsfrei sind.

Eine zu frühe Beschichtung kann vorhandene Restfeuchtigkeit und noch nicht vollständig beseitigte Geruchsbelastungen im Baustoff einschließen und die weitere Sanierung beeinträchtigen.

8. Verbleibende Gerüche mit Omnixol BX neutralisieren

Nach einem Heizölschaden können sich Geruchsstoffe und ölhaltige Aerosole auch außerhalb der eigentlichen Schadstelle auf Oberflächen und Einrichtungsgegenständen ablagern.

Betroffen sein können beispielsweise:

  • Tapeten und Wandoberflächen
  • Möbel
  • Textilien
  • Polster
  • Einrichtungsgegenstände
  • angrenzende Räume

Nach Abschluss der eigentlichen Tiefenreinigung verwenden Sie hierfür den Omnixol Geruchsneutralisator BX .

Omnixol BX wird auf die geruchsbelasteten Bereiche aufgebracht und unterstützt den Abbau verbleibender Geruchsstoffe.

Omnixol BX ersetzt die Tiefenreinigung der eigentlichen Heizölkontamination nicht. Zuerst wird der belastete Baustoff mit Omnixol FX100 gereinigt. Nach der Trocknung werden verbleibende Geruchsbelastungen mit Omnixol BX behandelt.

9. Omnixol Wand- und Bodenversiegelung als abschließende Schutzschicht auftragen

Nach erfolgreicher Reinigung mit Omnixol FX100 und vollständiger Trocknung wird auf geeigneten mineralischen Flächen die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung aufgetragen.

Sie bildet eine zusätzliche Schutzschicht, verfestigt den Untergrund und wirkt als zusätzliche geruchshemmende Barriere.

Die Reihenfolge ist entscheidend:

  1. Belasteten Untergrund mit Omnixol FX100 reinigen.
  2. Rückstände vollständig entfernen.
  3. Flächen vollständig trocknen und Geruchsfreiheit prüfen.
  4. Omnixol Wand- und Bodenversiegelung auftragen.

Die Omnixol Wand- und Bodenversiegelung ersetzt die Tiefenreinigung mit Omnixol FX100 nicht. Sie bildet den abschließenden Schritt nach erfolgreicher Reinigung und Trocknung des belasteten Untergrundes.

Wann sollte eine Fachfirma eingeschaltet werden?

Eine professionelle Sanierung ist insbesondere sinnvoll bei:

  • großflächigen Heizölschäden
  • Hochwasserschäden mit Heizöl
  • stark durchtränktem Mauerwerk
  • Kontaminationen über mehrere Räume oder Etagen
  • unklarer Ausbreitung des Schadens
  • sehr starken oder über viele Jahre bestehenden Geruchsbelastungen

In diesen Fällen sollte zunächst die tatsächliche Ausdehnung der Kontamination beurteilt und darauf basierend ein geeignetes Sanierungskonzept festgelegt werden.

Das Omnixol-Prinzip bei Heizölgeruch

Für eine nachhaltige Sanierung ist die richtige Reihenfolge entscheidend:

  1. Freies Heizöl aufnehmen - mit Bestabsorb Universal Ölbinder
  2. Kontaminierten Baustoff tiefenreinigen - mit Omnixol FX100
  3. Rückstände entfernen und Untergrund vollständig trocknen lassen
  4. Verbleibende Geruchsbelastungen neutralisieren - mit Omnixol Geruchsneutralisator BX
  5. Geeignete mineralische Flächen abschließend schützen und versiegeln - mit der Omnixol Wand- und Bodenversiegelung

So wird nicht nur der wahrnehmbare Heizölgeruch behandelt. Die Sanierung setzt an der eigentlichen Kontamination an und führt von der Tiefenreinigung bis zur abschließenden Geruchsbehandlung und Versiegelung geeigneter Flächen.